• News
  • Veranstaltungen
    • Aktuelle Veranstaltungen
    • Online Angebote
    • Landwirtschaftliche Tagungen
    • Goetheanum.tv
    •  
    • Vergangene Veranstaltungen
    •  
    • Veranstaltungen unserer Kooperationspartner
  • Arbeitsfelder
    • Fachbereich Ernährung
    • Beratung
    • Ausbildung
    • Forschung
    • Nachhaltige Entwicklung
    • Wirtschaftskreis
    • Präparate
    • Living Farms
    • Saatgut
    • Tierhaltung
    • Landwirtschaftlicher Kurs
    • Interdisziplinäre Arbeit
    • Jahresthema
    • Fachgrupppen
    • Weinbau
    • Obstbau
    • Kräuter & Heilpflanzen
    • Landschaftsgestaltung
    • Bienen
    • Olivenanbau
  • Publikationen
    • Bücher
    • Podcast
    • Magazin
    • Tagungsdokumentationen
    • Tätigkeitsberichte
    • Rundbriefe
    • Weitere Infos
    • Biodynamische Landwirtschaft
  • Über uns
    • Kontakt
    • Das Team
    • Vision und Leitbild
    • Partnerschaften / Netzwerk
    • Stellenangebote
    • Weiteres
    • Jahresthema
    • Tätigkeitsberichte
    • Presse / Medienmitteilungen
    • Das Glashaus
    • Newsletter
    • Spenden
  • Suche
  • DE EN FR ES

Volltextsuche

 
Startseite Ernährung Projekte Dynamic Nutrition Network Veranstaltungen Artikel Literatur
  1. Sektion für Landwirtschaft
  2. Arbeitsfelder
  3. Fachbereich Ernährung

Mehr als Essen: der Esstisch als Bildungsort

Erstellt von Dr. Jasmin Peschke und Lea Knöpfler | 31.03.2026 |   Ernährung

Werden Kinder an der Essenszubereitung beteiligt und können sie mitbestimmen, entwickeln sie ein gesundes Essverhalten, das das ganze Leben anhält – umso mehr, wenn Essen mit einer angenehmen Atmosphäre in Verbindung gebracht wird. Das zeigt eine Übersichtsarbeit von Meints-Korinth et al. (2025) [1]. Am Esstisch passiert weit mehr, als nur das Essen zu sich zu nehmen. Es ist der Ort, an dem Kinder zahlreiche Erfahrungen fürs ganze Leben sammeln. So begegnen sie der Vielfalt der Lebensmittel und der Tischgemeinschaft bis hin zu ihrem eigenen Körper und ihren Bedürfnissen.

Kinder lernen durch Nachahmung des Essverhaltens der Erwachsenen eine Vielfalt an Lebensmitteln kennen. Dies geschieht in erster Linie am Esstisch und wenn die Erwachsenen gute Vorbilder sind. Werden starke Geschmäcker wie beim Rosenkohl zunächst eher abgelehnt, kann sich dies durch angepasste Gerichte und wiederholtes Anbieten verändern. Es liegt zwar in der Verantwortung der Erwachsenen, welche Lebensmittel angeboten werden, doch was und wie viel gegessen wird, sollte jedes Kind für sich selbst entscheiden können – ohne Stress und Druck. So kann von Anfang an ein gesundes Hunger-Sättigungsgefühl entwickelt werden. Redewendungen wie «Iss auf, damit es morgen schönes Wetter gibt», sind kontraproduktiv. Durch ein sogenanntes «Nudging», ein Nahrungsangebot, das leicht anstupst, können Erwachsene ein gewünschtes Verhalten begünstigen. Dazu werden gewisse Impulse gegeben: Um zum Beispiel den Gemüseverzehr zu fördern, kann es immer wieder angeboten oder besonders ansprechend präsentiert werden. Frühere Studien zeigen, dass das wiederholte Anbieten eines noch unbeliebten Gemüses dessen Akzeptanz beim Kind fördert – und das bereits während der Beikostphase [2].

Am Esstisch wird das Essen zu einem großen Sinneserlebnis: Geruch, Aussehen, Konsistenz, Temperatur und Geschmack sprechen verschiedene Sinne an und fördern die ohnehin sehr feine Wahrnehmung der Kinder. Gleichzeitig kann auch allgemeine Bildung stattfinden. So können religiöse und kulturelle Essrituale wie zum Beispiel das traditionelle Lamm zum christlichen Osterfest kennengelernt werden. Beim Schneiden einer Pizza wird Mathematik wie Teilen und Portionieren geschult. Auch Lebensmittelkunde lässt sich prima integrieren: Woher kommt die Banane und wie wird sie angepflanzt? Dies kann Anlass zu einem anregenden Austausch geben.

Regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten sind echte Begegnungszonen, so werden Beziehungen durch Tischgespräche gepflegt. Wenn jede:r sich wohlfühlt und so essen kann, wie es ihr/ihm guttut, entsteht eine angenehme Atmosphäre, in der Entwicklung möglich ist. Dies ist auch Ansatz der «Positiven Ernährung»: Ernährung als bewusste, selbstbestimmte und positive Beziehung zum Essen zu verstehen. Statt Verbote steht das Ausprobieren und Erkunden im Vordergrund. So wirkt sich das Erleben von Mahlzeiten als genussvolle, stressfreie Momente, die man mit anderen teilt, positiv auf die Gesundheit aus [3].

Neben der Atmosphäre ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Kinder ein weiteres Schlüsselelement für die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Essverhaltens – möglichst von Anfang an: vom Erstellen eines Wochenplans über das Einkaufen und die Zubereitung bis hin zum Decken oder Abräumen des Tischs. Kinder sollten die Möglichkeit erhalten, sich selbstbestimmt und selbstwirksam an Essenssituationen zu beteiligen. Dies stärkt nicht nur ihr Selbstwertgefühl, sondern auch ihre Körperwahrnehmung: Sie können früh lernen zu erkennen, was ihnen guttut. Dies mindert das Risiko für die Entwicklung von Essstörungen, jedes fünfte Kind bzw. Jugendliche in Deutschland wies bei einer großen Bevölkerungsumfrage Symptome einer Essstörung auf [4]. Wichtig ist dabei, Vertrauen in Fähigkeiten zu entwickeln. So dürfen Kinder entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eigene Entscheidungen treffen und Erfahrungen machen. Dies erfordert Zeit und Geduld. Es ist also die Frage der inneren Haltung der Erwachsenen, die als Vorbild agieren und Verantwortung übernehmen sowie den Rahmen abstecken. Sie ermöglichen, dass die Essenszeit zur Bildungszeit wird und die Weichen für eine gesunde Zukunft gestellt werden.

 

Literaturverzeichnis

[1] Meints-Korinth B, Kiehne J, Glogowski S (2025): «Der Bildungsort Esstisch. Gemeinsames Essen als Bildungsanlass» Ernährungsumschau 72(11): M648. DOI: 10.4455/eu.2025.037

[2] Maier-Nöth A, Schaal B, Leathwood P, Issanchou S (2016): «The Lasting Influences of Early Food-Related Variety Experience: A Longitudinal Study of Vegetable Acceptance from 5 Months to 6 Years in Two Populations» PLoS ONE 11(3): e0151356. doi:10.1371/journal.pone.0151356

[3] Peschke J, Sprügel L (2023): «Positive Ernährung» Sektion für Landwirtschaft, Goetheanum. https://www.sektion-landwirtschaft.org/ernaehrung/artikel/ea/positive-ernaehrung abgerufen am 23.03.2026

[4] Cohrdes C., Göbel K., Schlack R. et al. (2019): «Essstörungssymptome bei Kindern und Jugendlichen: Häufigkeiten und Risikofaktoren» Bundesgesundheitsblatt 62, 1195–1204 (2019). doi.org/10.1007/s00103-019-03005-w

 

Pixabay
Zurück

Sektion für Landwirtschaft

Goetheanum
Hügelweg 59
4143 Dornach/Switzerland
+41 61 706 42 12
agriculturenoSpam@goetheanum.ch

Goetheanum

  • Goetheanum

Veranstaltungen

  • Aktuelle Veranstaltungen
  • Online Angebote
  • Landwirtschaftliche Tagungen
  • Goetheanum.tv
  • Vergangene Veranstaltungen
  • Veranstaltungen unserer Kooperationspartner

News

  • News

Publikationen

  • Bücher
  • Podcast
  • Magazin
  • Tagungsdokumentationen
  • Tätigkeitsberichte
  • Rundbriefe
  • Biodynamische Landwirtschaft

Über uns

  • Kontakt
  • Das Team
  • Vision und Leitbild
  • Partnerschaften / Netzwerk
  • Stellenangebote
  • Jahresthema
  • Tätigkeitsberichte
  • Presse / Medienmitteilungen
  • Das Glashaus
  • Newsletter
  • Spenden

Fachbereiche

  • Fachbereich Ernährung
  • Beratung
  • Ausbildung
  • Forschung
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Wirtschaftskreis
  • Präparate
  • Living Farms
  • Saatgut
  • Tierhaltung
  • Landwirtschaftlicher Kurs
  • Interdisziplinäre Arbeit
  • Jahresthema
  • Weinbau
  • Obstbau
  • Kräuter & Heilpflanzen
  • Landschaftsgestaltung
  • Bienen
  • Olivenanbau

© Copyright 2026 Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Datenschutz Impressum

Impressum

Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft

Rüttiweg 45
4143 Dornach/Schweiz
Tel. +41 61 706 42 42
Fax +41 61 706 43 14
sekretariatnoSpam@goetheanum.ch
UID: CHE-103.601.774

Konzeption, Design und technische Umsetzung sowie Betreuung und Hosting
PIXELPETER GmbH
Rüttiweg 56
4143 Dornach/Schweiz
www.pixelpeter.ch