Unter dem Leitgedanken «Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten» und mit einem besonderen Blick auf das Mikrobiom widmet sich die kommende Landwirtschaftliche Tagung vom 4. bis 7. Februar 2027 unserer Beziehung zu den ätherischen Kräften sowie der praktischen Arbeit mit ihnen. Sie sind sehr herzlich eingeladen, bis zum 31. August einen Vorschlag für eine Arbeitsgruppe einzureichen. Wir freuen uns Ihre Ideen!
Mit der Intelligenz des Lebens arbeiten
In den vergangenen zwei Jahren widmete sich die Tagungsgemeinschaft dem Verständnis des Lebendigen und der Lebensprozesse (2025) sowie den sozialen, gemeinschaftsbildenden Aspekten der Biodynamik (2026). An der kommenden Landwirtschaftlichen Tagung 2027 wollen wir den Blick auf die Gemeinschaft nun erweitern und der Frage nachgehen, mit welchen Kräften des Lebendigen wir bei unserer Arbeit an der Erde in Beziehung treten. Wie können wir diese Kräfte, die Äther-, Lebens- oder Bildekräfte, wahrnehmen? Wie arbeiten wir gemeinsam mit ihnen im Landbau, in der Ernährung, und in der therapeutischen Landwirtschaft?
Mikrobiomforschung als Brücke zum Ätherischen
In den letzten Jahren haben Fortschritte in der Mikrobiomforschung die Sicht der Wissenschaft auf das Leben verändert. Das klassische Konzept von Lebewesen als voneinander getrennten Einheiten wird zunehmend durch eine integrative Biologie ersetzt, die das Leben als Netzwerke dynamischer Beziehungen versteht, die Boden, Pflanzen, Tiere, Menschen und Ökosysteme miteinander verbinden. Die Teile des landwirtschaftlichen Organismus – vom Bodenbiom bis zum Verdauungsbiom bei Mensch und Tier – sind dabei miteinander vernetzt, kommunizieren, und regulieren sich gegenseitig auf intelligente Weise durch die beteiligten Mikroorganismen, Bakterien, Viren und Pilze. Es entsteht so ein Bild von Lebewesen, die innerlich und äusserlich rhythmisch in Beziehung zueinander stehen – mikrokosmisch wie makrokosmisch. Mit einer solchen integrativen Perspektive kann die Wissenschaft des Bioms eine Brücke bauen zur biodynamischen Methode und unserer Arbeit mit dem Ätherischen: Unser Verständnis des Lebendigen resoniert mit den Erkenntnissen der aufstrebenden Biomforschung.
Die Frage nach der Erkenntnis
Das sich entwickelnde Verständnis davon, wie Lebenszusammenhänge entstehen, führt zur Frage nach der rechten Art der Erkenntnisarbeit auf dem Gebiet der Äther- und Bildekräfte. In der Biodynamik begegnen sich verschiedene Zugänge: naturwissenschaftliche Methodik, geisteswissenschaftliche Arbeit, die goetheanistische und meditative Schulung der Wahrnehmung, und letztlich auch das praktische Tun, aus dem eine erfahrungsbasierte Intuition für das richtige Handeln zum richtigen Zeitpunkt erwachsen kann. Gemeinsam zielen sie darauf, das Lebendige nicht nur zu erklären, sondern es in seiner eigenen Wirklichkeit lebendig wahrzunehmen. An der kommenden Tagung wollen wir auch dieser Frage nach der rechten Erkenntnisarbeit nachgehen: Kann daraus ein erweiterter Zugang zu einer Wissenschaft des Ätherischen entstehen, der das lebendige und intuitive Wahrnehmen des Menschen einbezieht – im Sinne von Antoine de Saint-Exupéry: «Man sieht nur mit dem Herzen gut»?
Die Arbeit mit dem Lebendigen als Kunst
Der biodynamische Reichtum an Methoden ermöglicht uns das bewusste Mitgestalten mit den Prozessen der Natur – stimulierend, regulierend, rhythmisierend, gesundend, verlebendigend – etwa durch die Arbeit mit den Präparaten und den Rhythmen von Natur und Kosmos. Doch diese Arbeit ist keine blosse Anwendung von Wissen und Technik: Sie wird zur Kunst der Ko-Kreation mit den intelligenten Kräften des Lebendigen. Wer in diesem Gefüge wirkt, begegnet keinem Objekt, sondern steht selbst in lebendigen Zusammenhängen des Ätherischen. Es entsteht ein dialogisches Handeln mit dem Lebendigen: wahrnehmend, antwortend, mitgestaltend. Landwirtschaft wird zur Landbau-Kunst – einer Kunst der Ko-Kreation in den Beziehungen des Lebens. Es soll dies eine weitere Frage für die kommende Tagung sein: Auf welche Weisen können wir mit der Intelligenz des Lebens arbeiten? Welche fortschrittlichen Methoden ermöglichen es, Prozesse, Rhythmen und Beziehungen zu steuern und zu synchronisieren? Wie können wir ko-kreativ mit Lebensprozessen wirken, dass wir das Leben auf unterschiedlichen Ebenen unterstützen und fördern?
Jetzt Vorschlag für eine Arbeitsgruppe einreichen!
