Mit drei Projekten aus Mexiko, den Vereinigten Staaten und Namibia eröffnen wir die Landwirtschaftliche Tagung 2026. In allen drei Beispielen wird sichtbar, wie sehr lokale Bedingungen dazu beitragen, neue Formen des Zusammenwirkens zu entwickeln – Formen, in denen Menschen, Landwirtschaft, Landschaft und Kultur miteinander verbunden sind.
Immer wieder zeigt sich dabei: Der Hof ist nicht nur ein Ort der Nahrungsmittelproduktion. Er wird zum Ausgangspunkt von Gemeinschaft – und diese Gemeinschaft breitet sich aus in Bildung, Gesundheitsversorgung und viele weitere soziale Aufgaben. Die vorgestellten Initiativen zeigen eindrucksvoll, wie Landwirtschaft zum Herz einer lebendigen, zukunftsfähigen Gemeinschaft werden kann.
Anna Jones-Crabtree (Vereinigte Staaten)
Anna ist Mitbegründerin von Vilicus Farms, einer 12.500-acre großen Bio-Getreidefarm in Montana, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Doug aufgebaut hat. Sie setzt sich für regenerative Landwirtschaft, Biodiversität und neue Formen der Zusammenarbeit ein, die ökologische und soziale Resilienz stärken. Als Geschäftsführerin des Vilicus Institute begleitet und unterstützt sie angehende Biolandwirte in den Northern Great Plains. Anna promovierte in Bau- und Umweltingenieurwesen, ist Mitglied im Bee Better Advisory Board, Vorsitzende des Iroquois Valley Farmland REIT Boards und arbeitet beim U.S. Forest Service im Bereich Daten- und Geoinformationssysteme.
Maria Esther Nieto (Mexiko)
Maria arbeitet mit Tosepan, einem Netzwerk von Genossenschaften mit 35.000 Mitgliedern in Puebla. Ziel der Bewegung ist der Aufbau einer ganzheitlichen, nachhaltigen und demokratisch organisierten lokalen Wirtschaft, die tief in der indigenen Kultur, Sprache und dem ökologischen Wissen der Sierra Norte verwurzelt ist.
Clemens Voigts (Namibia)
Clemens und Charlene vertreten Krumhuk, eine 8.500 Hektar grosse Farm in Namibia – umgeben von weiten trockenen Landschaften, Sonne, Staub, Rindern und Pferden. Nach seiner biodynamischen Ausbildung in Deutschland und England, unter anderem am Emerson College, kam Clemens nach Namibia. Heute führt er gemeinsam mit Partnern und der Gemeinschaft den Hof nach biodynamischen Grundsätzen.
