Intensivwoche 2013 - Zukunft Gestalten

Wissen und Werkzeuge für VerantwortungsträgerInnen der biodynamischen Bewegung

Wissen und Werkzeuge für VerantwortungsträgerInnen der biodynamischen Bewegung

 13. - 18. Januar 2013.

 Sie suchen Werkzeuge, Methoden und Erfahrunsgaustausch für:

  • die Gestaltung Ihres Betriebs oder Unternehmens von einer Entwicklungsphase in die nächste
  • eine Neu-Positionierung Ihres Betriebs im gesellschaftlichen Umfeld
  • einen inneren Neugriff Ihres Betriebes, Ihrer Organisation oder Institution
  • die Verwandlung von Visionen in realisierbare Projekte
  • eine Erweiterung oder Reduktion Ihres Arbeitsumfangs und -umfeldes

In der Intensivwoche arbeiten wir mit dem Werkzeuge des U-Prozesses von Claus Otto Scharmer, um die innere Struktur von Hof- und Betriebsorganismen erleben und erkennen zu lernen und auf diesem Weg zu erfahren, wie Zukunftsfähigkeit entwickelt werden kann.

Die dialogischen Werkzeuge helfen Schritt für Schritt, sich für das Neue zu öffnen. So werden Fragen im Worldcafé bewegt und in Dialogspaziergängen verdichtet. Plastizieren und malen sind nicht-verbale Kommunikationsmethoden, die benutzt werden, um Prozesse der Gestaltung bewusst zu machen und zum Erlebnis zu bringen.

Die Anthroposophie ist während der ganzen Woche die Grundlage, im Besonderen gilt das für die Darstellung der sieben Lebensprozesse von Rudolf Steiner. Durch aktuelle, existentielle Fragen die Anthroposophie als Inspirationsquelle neu zu entdecken ist ein Ziel der Woche.

Mit Jean-Michel Florin, Johannes Wirz, Ursula Hofmann und Ueli Hurter.

Programm PDF
Wann?

Wer?

Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum
fon +41 61 706 42 12
E-Mail

Wo?

Goetheanum
Rüttiweg 45
4143 Dornach/Schweiz

Bericht Intensivwoche 2013

Die Intensivwoche 2013 fing an mit dem grossen Versprechen, dass man Wissen und Werkzeuge erlernen würde, um die Zukunft besser gestalten zu können. Ein hoher Anspruch! Die Teilnehmer waren sehr gespannt.

Dem Feedback der Teilnehmer ist zu entnehmen, dass dieses Versprechen zu einem guten Teil erreicht worden ist. Ein Teilnehmer berichtete: “Am Anfang hatte ich eine riesige Frage; sie ist im Laufe der Woche immer kleiner geworden, während mein Projekt mit Hilfe des Umfelds immer klarer wurde.“ Das Umfeld, das waren 14 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern, junge und ältere Menschen, Männer und Frauen, die alle eine Frage zu ihrer Arbeit auf biodynamischen Betrieben hatten. Zum Umfeld gehörte auch ein Viererteam der Veranstalter. Ein Teilnehmer sagte: „Ich war gespannt wie so viele verschiedene Menschen zusammenarbeiten können.“

Die Woche hat gleich mit dialogischen Übungen angefangen: Worldcafés gaben die Möglichkeit, sich schnell gut kennenzulernen und in den Prozess einzusteigen. Ein Teilnehmer sagte: „Schon am ersten Tag bin ich ins kalte Wasser gesprungen“. Während der Woche wurde jeder Teilnehmer Mitgestalter, da ein wichtiger Teil des Kurses die Arbeit an den eigenen Fragen oder Brennpunkten beinhaltete. Die Methode, inspiriert von der Theorie U von C.O. Scharmer, spricht Kopf, Herz und Hände an. So konnte jeder bei der Vertiefung seines Brennpunktes bemerken, wie jede „äussere“ Frage auch einen „inneren“ Aspekt hat. Wenn dieser innere Aspekt, der einen existenziell betrifft, gefunden wird, kann man anders handeln und somit kann Neues aus der Zukunft zu einem kommen.

Die Morgenbeiträge haben gezeigt, wie die sieben Stufen der Theorie U eine Art Urprinzip der Entwicklung in der Zeit sind. Diese sieben Stufen findet man auch bei den Lebensprozessen, und sie werden vielfältig angewendet; z.B. auch in der Gestaltung von Lernprozessen und in der goetheanistischen Landschaftsarbeit.

Die Nachmittagsvorträge zu anthroposophischen Inhalten haben geholfen, die sehr persönliche Arbeit in einen grösseren Rahmen zu stellen. Es war eine „gute Mischung zwischen anregenden Vorträgen und Eigenarbeit“ fasste ein Teilnehmer zusammen.

Das Schaffen eines geschützten Raumes in der Gruppe sowie die Offenheit der Veranstalter und Teilnehmer erlaubten, sehr persönliche und tiefgehende Gespräche zu führen, die viel Anregungen für die eigene Weiterarbeit gebracht haben. Keiner ist mit einer fertigen Lösung nach Hause gegangen, aber viele haben starke Impulse, Lösungsansätze und Leitbilder mitgenommen.

Am Ende des Kurses meinte eine Teilnehmerin: „Es hat viel in Bewegung gebracht“. Und genau das war Ziel dieser Woche!

Jean-Michel Florin

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