Ein gemeinsamer Boden

Erstellt von Ueli Hurter | |   SLW News

Der ‹Landwirtschaftliche Kurs› und der ‹Nationalökonomische Kurs› von Rudolf Steiner sind so etwas wie Geschwisterkurse mit der Anthroposophie als gemeinsamer Elternschaft. So wie der Stickstoff in der modernen Landwirtschaft eine Kernfrage darstellt und der ‹Landwirtschaftliche Kurs› eine neue Sicht auf den Stickstoff als den Empfindungsträger und den Stoff, den man sich selber erzeugen kann ermöglicht, stellt der Preis die Kardinalfrage des Wirtschaftslebens dar. Er wird im ‹Nationalökonomischen Kurs› als ökonomische Temperatur geschildert und soll situativ erzeugt werden. Der landwirtschaftliche Organismus leistet mehr als die Addition der Einzelteile, es entsteht eine Produktivkraft auf höherer Ebene. Entsprechend leistet die Assoziation mehr als die Einzelunternehmen, es entsteht eine wirtschaftliche Tragekraft. Für beide ist der Kreis ein Ausdruck. Den ‹Nationalökonomischen Kurs› (GA 340) hielt Rudolf Steiner im Sommer 1922 in Dornach für Studierende der Nationalökonomie. In 14 kurzen Vorträgen beschreibt er den volkswirtschaftlichen Prozess der komplexen arbeitsteiligen Wirtschaftswelt und zeigt, wie vorhandene Fehlentwicklungen korrigiert werden können. Dabei geht es einerseits um das volkswirtschaftliche Kerngeschehen, für das er das Prinzip der Assoziation vorschlägt: Auf den Ebenen lokal, regional, national und weltweit sollen in freien assoziativen Vertragsgemeinschaften die Konsumtion, die Verteilung und die Produktion der Wirtschaftswaren beobachtet und geregelt werden. Die Kardinalfrage ist der Preis, in ihm spiegeln sich die Einflüsse des wirtschaftlichen Prozesses. Andererseits geht es um die Gestaltung der Ränder des Wirtschaftsgeschehens: der Natur, wo die Kapitalisierung von Grund und Boden wirtschaftlich krank machend wirkt, und des Geistes, der sich im Kapital kondensiert, welches gern usurpierend in die Wirtschaft zurückwirkt. Seine Gedanken zur Wirtschaft veröffentlichte Rudolf Steiner schon im Jahr 1919 im Zusammenhang mit der Dreigliederungsbewegung: Zwischen dem Kriegsende am 11. November 1918 und der Unterzeichnung des Friedensvertrages in Versailles am 28. Juni 1919 gab es ein historisches Fenster, während dessen in Deutschland um eine neue Sozialordnung gerungen wurde. An diesem Ringen hat Rudolf Steiner und mit ihm ein Kreis von Menschen in Stuttgart teilgenommen. Seine Frage nach einer Sozialgestaltung für den modernen individualistischen Menschen führte ihn dazu, dass seine kulturellen, rechtlichen und wirtschaftlichen Ansprüche in einem je autonomen Kulturleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben sozial geregelt werden müssen. Die Grundzüge dieser Dreigliederung hat er in dem Buch ‹Die Kernpunkte der sozialen Frage› 1919 (GA 23) veröffentlicht.

Der Kern des assoziativen Wirtschaftens

Die wirtschaftlich tätigen Unternehmungen nehmen ihre wirtschaftlichen Beziehungen untereinander bewusst und willentlich in die Hand: Sie bilden Assoziationen. Es gibt dabei kein fixes Modell für Assoziationen. Diese können sehr unterschiedlich sein: klein um einen Hof oder groß für die ganze Branche; auf ein Produkt bezogen oder auf die gesamte Wirtschaftstätigkeit; es kann um die Warenzirkulation gehen oder um die Kreditvergabe. In jedem Fall meint Assoziieren, sich verbindlich in die Assoziationsgemeinschaft einzubringen, ohne die Eigenständigkeit aufzugeben. Damit steht Assoziieren in der Mitte zwischen Kollektivieren und Anonymisieren. Ein Kollektivieren ist es nicht, das Einzelunternehmertum bleibt bestehen, denn die unternehmerische Leistung hat ihren Quellpunkt in der geistigen Produktivkraft der Unternehmenspersönlichkeit. Würgt man diese Kraft ab, wird das Wirtschaftsleben gelähmt. Die sozialistischen Staaten des ehemaligen Ostblocks haben diesen Tatbeweis erbracht. Auf der anderen Seite wird das Wirtschaftsgeschehen nicht den anonymen Kräften, die auf diesem Gebiet auftreten, überlassen. Die unsichtbare Hand von Adam Smith, die aus der Summe aller Egoismen die allgemeine Wohlfahrt hervorzaubern soll, ist eine Illusion, denn die Konkurrenzwirtschaft führt in den sozialen und ökologischen Ruin. Das Assoziieren ist nicht ein Kompromiss aus Marktwirtschaft und Planwirtschaft, sondern es beobachtet und gestaltet den wirtschaftlichen Prozess jenseits von Markt und Staat. In der Assoziation werden die Individualkräfte nicht unterdrückt, Innovation in der Einrichtung der Produktion ist genauso willkommen wie die Wahlfreiheit im Verbrauch. Aber diese individuellen Freiheiten, die in der Wirtschaft, wo es um die Verteilung der irdischen Ressourcen geht, oft und gern als Egoismen auftreten, werden mit den Ansprüchen oder Egoismen der anderen konfrontiert. Daraus ergibt sich ein «objektiver Gemeinsinn», wie es Rudolf Steiner nennt. «Objektiv» heißt hier sachgemäß. Diese Sache, z. B. die Erzeugung, Verarbeitung, Verteilung und der Verzehr von Lebensmitteln in einer Region, stellt sich in der Assoziation so dar, dass jede und jeder sieht, was der eigene Beitrag ist und was die Beiträge der anderen sind.

Wie bilde ich eine Assoziation?

Dabei geht es nicht um die ‹Anwendung› von Ideen, sondern darum, in die Idee handelnd einzusteigen. Nur die existenzielle Erfahrung bringt mich weiter. Das heißt: Es gibt keine Assoziation, ohne dass ich sie hervorbringe. Wir sind hier wie bei vielen sozialen Phänomenen in der Situation: Sie existiert nicht per se, sondern mein Mittun bringt sie erst zur Existenz.

Das Assoziieren ist nicht ein Kompromiss aus Marktwirtschaft und Planwirtschaft, sondern es beobachtet und gestaltet den wirtschaftlichen Prozess jenseits von Markt und Staat. In der Assoziation werden die Individualkräfte nicht unterdrückt, Innovation in der Einrichtung der Produktion ist genauso willkommen wie die Wahl­freiheit im Verbrauch.

Die Assoziation bilde ich, indem ich meine Wirtschaftspartner an einen runden Tisch einlade. An diesem Tisch ist das erste Ziel, die wirtschaftlichen Vorgänge, die uns verbinden, gemeinsam in den Blick zu nehmen. Der zweite Schritt ist eine Beurteilung der Lage – gibt es zu viel oder zu wenig Ware? Wie ist der Preis? Wie wird sich die Nachfrage entwickeln? Der dritte Schritt ist die Veränderung, die Gestaltung der wirtschaftlichen Parameter (Qualität, Menge, Preis), dabei handelt jeder Beteiligte in eigener Kompetenz, aber auf der Grundlage des gemeinsamen Bildes und der gemeinsam beurteilten Lage.

Wie man sieht, werden in der Assoziation die gleichen Regelprozesse im Wirtschaftlichen vollzogen wie auch anderswo. Der Unterschied ist, dass sie nicht anonym oder halb versteckt ablaufen, sondern willentlich und transparent.

Drei Beispiele sollen dies veranschaulichen:

1. CSA oder Solidarische Landwirtschaft

Ein Kreis von Menschen schließt sich mit einem Hof zusammen und bildet eine Solidargemeinschaft. Der Hof produziert nach erfolgter Planung für den Bedarf des Kreises – in der Regel Gemüse – und der Kreis bestreitet im Voraus und unabhängig von dem Ertrag die Ausgaben (Löhne, Saatgut, Verteilkosten usw.), die mit dieser Produktion einhergehen. Wir haben hier eine lokale Assoziation, wo Bedarf und Produktion aufeinander abgestimmt sind und wo der Preis nicht über die Ware, sondern über einen Anteil am Ertrag bzw. an den Kosten abläuft. Das Risiko eines Ertragsausfalles, aber auch die Chance eines sehr guten Ertrages sind gemeinschaftlich geteilt.

2. Regionale Vernetzung und Koordination

Am Beispiel der Region Schweiz kann das Funktionieren von assoziiertem Arbeiten gut studiert werden. Der Bio- und der Demeter-Markt, zum Beispiel, funktionieren fast modellhaft nach assoziativen Prinzipien, indem pro Produktekategorie runde Tische stattfinden. Diese erheben den Bedarf, planen die Produktion und geben ein Preisband an, zum Teil werden auch Lenkungsmaßnahmen beschlossen etc. Da sitzen Vertreter von Migros und Coop, lokale Verarbeitungspartner und eine Repräsentanz von eigenständigen Bauern und Bäuerinnen am selben Tisch. Diese runden Tische werden von Bio-Suisse und Demeter moderiert.

3. Saatgut

Jeder Landwirt und jede Gärtnerin braucht Saatgut. Die Saatgutbranche hat sich in den letzten 25 Jahren von einem regionalen und halbstaatlichen Gewerbe zu einer Weltindustrie entwickelt. Wollen wir auf diesem Feld etwas bieten, müssen wir aus den Unterstützer-Kreisen der Pionierpersönlichkeiten der biodynamischen Züchtung eine mindestens europäische Assoziation für biodynamische Züchtung und biologisches Saatgut bilden. Die Grundidee, die im Rahmen der Studie ‹Saatgut als Gemeingut› (1) erstmals vorgestellt wurde, ist folgende: Auf den ganzen Food-Umsatz der Biobranche wird am Verkaufspunkt ein Promille Abgabe erhoben, um die Züchtung zu finanzieren.

Assoziatives Wirtschaften zu verstehen ist das eine, es zu tun das andere. Was steht in den nächsten Jahren an?

1. Assoziationen in der Wertschöpfungskette

Alle Menschen essen jeden Tag. Entsprechend gibt es einen Produktstrom, der auf den Teller führt. Diese Produkte kommen ursprünglich alle aus der Landwirtschaft. Da Anfang und Ende der Wertschöpfungskette bekannt und präsent sind, bietet es sich gerade in der Nahrungsmittelbranche an, assoziativ zu wirtschaften. Die Kette – Produktion, Verarbeitung, Großhandel, Einzelhandel, Konsum – soll zu einem Kreis, zu einem runden Tisch gebogen werden. Es passiert dasselbe wie vorher, aber jetzt sieht jede und jeder die anderen, kann die eigene Art, in der Wirtschaft zu stehen, mit der Zeit mit einer gewissen Objektivität sehen und verstehen. So stellt sich zum partikularen Egoismus der Gemeinsinn hinzu. Gelingt es, solche Assoziationen zu bilden, kleine, mittlere oder große, können diese eine sehr starke Tragkraft entwickeln. Nicht immer ist es möglich, schnell eine formale Assoziation zu gründen, aber das Prinzip des Assoziativen kann in jede wirtschaftliche Beziehung hineingetragen werden. Die drohende Konventionalisierung der Biobranche fordert und fördert, dass viele assoziative Prototypen entstehen. Die Konkurrenz über den Preis und das Diktat des Stärkeren können nicht mit moralischen Appellen beseitigt werden, sondern mit mutigem, beherztem Handeln. Dieses assoziative Handeln im Sinne eines Interessenausgleiches aller Beteiligten ist die mögliche praktische Antwort auf das Hineindrücken der konventionellen Marktmächte in den Biomarkt. Die Stunde ist günstig, denn es herrscht eine große Nachfrage. Gerade die Akteure, die schon länger dabei sind, der sogenannte Biofachhandel, haben hier eine Aufgabe und auch eine Chance. Meiner Einschätzung nach sind viele Marktverhältnisse, Beziehungen, Usancen in der Demeter-Markengemeinschaft assoziativ tingiert oder geprägt, aber diese Keime sind nicht als solche erkannt. Wenn Einzelne und Gruppen sich fragen, was an unserem wirtschaftlichen Tun schon assoziativ ist und wie dies gestärkt werden kann, dann können schnell Schritte gemacht werden. Jeder assoziative Ansatz wird partikular sein – aber wir sollten uns Mut machen, gerade in diese unfertigen und beschränkten Assoziationen einzutreten. Es gibt keinen anderen Weg. Es wird in absehbarer Zeit keine Regierungsprogramme für assoziatives Wirtschaften geben, so wie es auch keines für biodynamische Landwirtschaft gibt.

2. Assoziationen für Kredite, Boden und Kapital

Wem gehört der Boden? Wer hat das Recht, ihn zu bewirtschaften? Wie findet sich das Kapital, um den Boden zu Marktpreisen zu kaufen, um ihn dann zu lebbaren Bedingungen der Bewirtschaftung zur Verfügung zu stellen? Es gibt in einigen Ländern Organisationen, die mit diesen Fragen umgehen, sie geben sich öfters die Form einer Stiftung. Langfristigkeit ist dem Boden angemessen, aber damit das Potenzial eines Bodens, eines Hofs ausgeschöpft werden kann, braucht es auch die gute und wirtschaftliche Bewirtschaftung. Dazu brauchen die Bewirtschaftenden weitgehende Gestaltungsmöglichkeiten gegenüber den Eigentümern. Es braucht Kreditmöglichkeiten, entweder über die Personen mit Landeigentum oder direkt als Bewirtschafterin oder Bewirtschafter, und es braucht Kooperationspartnerschaften für diese längerfristigen Ausrichtungen. Bedenkt man, dass die anderen Stufen in der Biowertschöpfungskette – Verarbeitung und Handel – auch Kapital brauchen, auch die Generationenabfolge lösen müssen, auch die Frage des Anspruches und der Verantwortung des eingesetzten Kapitals haben, dann kommen Assoziationen in den Blick, wo es mehr um die Ausstattung mit Produktionsmitteln als direkt um den Produktestrom geht. Solche assoziativen Cluster für große und langfristige Investitionen mit Leih- und Schenkkapital sind genauso nötig und möglich wie die Assoziation im Wertschöpfungsraum, wo es mehr um das Kaufgeld geht.

3. Assoziationen für Forschung und Innovation

Um in einer ganzen Bewegung wie der biodynamischen Bewegung ein Innovationspotenzial offenzuhalten, braucht es Grundlagenforschung, Praxisforschung und spezialisierte wissenschaftliche Forschung. Auch hier greift der assoziative Gedanke, nur muss man ihn heute noch weiter spannen. Eine solche Assoziation muss den geistigen und unternehmerischen Sinn haben, Fragen zu stellen und zu bearbeiten, die nicht einfach aus dem Alltag hervorgehen, und gleichzeitig den Willen aufbringen, die Bearbeitung dieser Fragen zu finanzieren. Wirtschaftliche Überschüsse sind durch angewandten Geist in der Wirtschaft möglich. Wie kann nun aus diesen Überschüssen die junge geistige Produktivkraft gefördert werden? Die Gestaltung dieser Frage ist essenziell für die Weiterentwicklung der biodynamischen Bewegung und der gesamten Anthroposophie.

Biodynamische Landwirtschaft und assoziatives Wirtschaften

Die Landwirtschaft arbeitet direkt mit der lebendigen Natur und steht dauernd in der Frage, wie stark sie der Natur und wie stark dem Markt verpflichtet ist. Die Landwirtschaft ist Wirtschaft, aber nicht nur. Sie zeugt ständig von einem größeren Zusammenhang, der nicht vollständig in unserer Verfügung steht. Diese Erfahrung macht man auch im assoziativen Wirtschaften: Man steht voll in seiner wirtschaftlichen Identität und gleichzeitig steht man im größeren Kreis. Die Grenzen des Wirtschaftens werden erlebbar und dadurch wird das Wirtschaften selbst interessant, denn es ist nicht einfach eine Maschinerie, die läuft, sondern es ist ein Teil der umfassenden sozialen Realität, und diese gewinnt ihren Sinn mindestens teilweise aus ihrer Bezüglichkeit zum Geistesleben und zum Rechtsleben.

Es ist die Eigentümlichkeit der Landwirtschaft, dass sie ihre Produktionsmittel – Boden, Pflanzen und Tiere – nicht abnützt, sondern dass sie diese möglichst sogar verbessert. In einem gewerblichen oder industriellen Betrieb müssen die Produktionsmittel abgeschrieben werden, weil sie abgenützt sind und ersetzt werden müssen. Das muss die Landwirtin oder der Landwirt nur mit dem Traktor machen und mit dem Stall. Die natürlichen Produktionsmittel Boden, Pflanzen und Tiere können sich bei guter biodynamischer Bewirtschaftung im Produktionsprozess aufbauen und verbessern: Nach dem Durchgang durch die Fruchtfolge ist der Boden besser als davor, die Wiese kann durch die Bewirtschaftung artenreicher oder ertragreicher werden, das Kalb wird hoffentlich die bessere Milchkuh als die Mutter. Dieses Phänomen der Produktionsmittel-Verbesserung in und durch die Produktion taucht in der Landwirtschaft auf, weil sie mit der Natur, mit ihrer Lebendigkeit, ihrer Fruchtbarkeit und Produktivkraft arbeitet. Im eigentlichen Sinne produktiv ist der in sich ausbalancierte Zusammenhang von Boden, Pflanzen und Tieren, der landwirtschaftliche Organismus. Und diese Geste findet sich wieder im assoziativen Verbund: Effizient wirtschaftlich ist der Kreis von Menschen, der frei, aber verbindlich und zusammenstehend wirtschaftet.

Die Kette – Produktion, Verarbeitung, Großhandel, Einzelhandel, Konsum – soll zu einem Kreis, zu einem runden Tisch gebogen werden.

Diese Kraft der Landwirtschaft, ständig neue Substanzen, Kräfte und Werte in den Wirtschaftsprozess einzubringen, kann auch volkswirtschaftlich ausgedrückt werden. Rudolf Steiner sagt von der Landwirtschaft, dass sie positiv bilanziert, im Gegensatz zur Industrie, die negativ bilanziert. Beide Pole sollten in einem Verhältnis stehen, das nicht total einseitig ist. In der heutigen Wirtschaft ist der abbauende Pol zu stark (übrigens auch durch die industrielle Landwirtschaft) und von daher besteht eine gesamtwirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Forderung nach einer Wirtschaft, die mehr wie die Landwirtschaft ist. Ein Ausdruck davon ist zum Beispiel das Streben nach sogenannter erneuerbarer Energie. ‹Erneuerbar› wie die alljährliche Erneuerung der landwirtschaftlichen Produktion.

Die assoziative Wirtschaft oder besser die Menschen, die in diese Zusammenarbeit einsteigen und das Assoziative wie eine innere Haltung verkörpern, sind von dieser Eigentümlichkeit der Landwirtschaft und ihrer betriebs- und volkswirtschaftlichen Auswirkung besonders angezogen. Das Arbeiten mit lebendigen Bildern, im Gegensatz zu definierten Begriffen, verbindet die assoziative Wirtschaft und die biodynamische Landwirtschaft.

 

Der Artikel ist dem Rundbrief 114/Winter 2018 der Sektion für Landwirtschaft entnommen.

Ausserdem erschienen in Das Goetheanum vom 1.2.2019

Bild: Nina Gautier, Samenkapseln, 2019
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