Zukunftsvision für die Biodynamik in den USA

Erstellt von Thea Maria Carlson | |   News

2018 haben die Biodynamic Association, Demeter USA und das Josephine Porter Institute gemeinsam an einem Zukunftsbild für die Zukunft biodynamischer Landwirtschaft in den USA gearbeitet, für die das Interesse zurzeit stark zunimmt.

Mehr als 800 Menschen haben dabei in Schwerpunktgruppen, in einer Umfrage und an einem Führungsgipfel versucht, die Herausforderungen und Chancen zu identifizieren, denen sich die biodynamische Bewegung gegenübersieht, und zu erspüren, worauf sich die Energie jetzt und in den nächsten Jahren richten sollte, um bestmöglich zusammenzuarbeiten und den Impuls zu stärken. In diesem laufenden Prozess sind Schlüsselthemen aufgetaucht: der Ausbau der Landwirtschaftsausbildung, das Nähren und Vertiefen der Verbindung zur Anthroposophie, das Verständnis und die Umsetzung sozialer Gerechtigkeit, die Stärkung der Zertifizierung, die Verbesserung der Erziehung und Kommunikation über biodynamische Landwirtschaft und die Pflege von Integrität, Vertrauen und Verbundenheit innerhalb der Gemeinschaft. Das vollständige lebendige Bild der Vision und vieles andere wird auf der ‹North American Biodynamic Conference› vom 14. bis 18. November in Portland, Oregon, vorgestellt.

In den USA kennt die biodynamische Landwirtschaft aktuell einen deutlichen Zuwachs. Die Mitgliederzahlen der Biodynamic Association sind auf 1300 gestiegen, die jüngste Tagung der Gesellschaft zog 800 Teilnehmende an und es entstehen jedes Jahr neue Beziehungen zu Biokonferenzen im ganzen Land, die Workshops oder Redner über biologisch-dynamische Landwirtschaft in Anspruch nehmen wollen. Auf dem ganzen US-Markt ist das Demeter-Siegel immer stärker vertreten, es zeigt sich dafür ein steigender Bedarf bei Verbrauchern und Produzenten. Dabei nimmt Demeter-Wein einen großen Anteil in der derzeitigen Zertifizierung ein, aber es gibt auch große wie kleine Höfe, die sich auf Gemüse, Molkerei, Getreide, Früchte und anderes konzentrieren. Eine wachsende Anzahl von landesweiten Marken haben in der letzten Zeit biodynamische Produkte vermarktet, viele weitere sind im Entstehen. Eine große Herausforderung ist aber, dafür ausreichend biodynamische Inhaltsstoffe aus dem eigenen Land zu bekommen. Deshalb werden nun in der Zusammenarbeit kreative Lösungen gesucht, wie der biodynamische Anbau ausgebaut werden und die hohe Integrität und Qualität erhalten bleiben kann.

Thea Maria Carlson

Erschienen in "Das Goetheanum" 19. Oktober 2018

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