Assoziatives Wirtschaften wird auf mehreren Ebenen vorangetrieben

Erstellt von Jonas Vach | |   Wirtschaft
Ein strategisches Treffen zur Zukunft der Charta-Gemeinschaft für Assoziatives Wirtschaften fand an der BIOFACH 2019 statt.

Eine Gruppe von Mitgliedern des Wirtschaftskreises der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum nutzte die diesjährige BioFach in Nürnberg als Gelegenheit, sich strategisch über die Zukunft der Charta-Gemeinschaft für Assoziatives Wirtschaften auszutauschen. Es wurden konkrete Schritte für die Weiterentwicklung angestoßen.

Der Wirtschaftskreis an der Sektion für Landwirtschaft bildete die Keimzelle für die Landwirtschaftliche Tagung 2019 am Goetheanum, die in der Woche vor der BioFach-Messe mit rund 800 Teilnehmenden Assoziatives Wirtschaften in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte. Gestärkt durch die Impulse der Tagung wird der Wirtschaftskreis als Forum der Begegnung, des Austauschs und Voneinander-Lernens assoziatives Handeln auch in Zukunft fördern. Ein greifbarer Erfolg seines Wirkens ist die 2017 erarbeitete Charta für Assoziatives Wirtschaften.

Heute sind mit der Charta-Gemeinschaft all diejenigen gemeint, die die Charta unterzeichnet haben (und in Zukunft noch unterzeichnen werden) und die in ihr genannten Grundsätze bei sich vor Ort in der Praxis anwenden. Die Charta ermöglicht konkrete Formen der Zusammenarbeit zwischen den Charta-Unterzeichnern. Die Zusammenarbeit kann projektbezogen sein, wenn es zum Beispiel darum geht, einen gemeinsamen Saatgutfonds aufzubauen. Denkbar sind aber auch Formen von gegenseitiger Finanzierung und Kreditvergabe oder gemeinsamen Investitionen. Die jeweils aktuelle Version der Charta finden Sie hier: www.sektion-landwirtschaft.org/arbeitsfelder/wirtschaftskreis/

Assoziative Profile erhöhen die Sichtbarkeit

Ein nächstes Aufgabenfeld wird es sein, die Charta-Gemeinschaft und das Thema „Assoziatives Wirtschaften“ in der Breite sichtbar zu machen. Deshalb werden nach und nach von allen Charta-Unterzeichnern assoziative Profile erstellt, welche die individuellen Besonderheiten der einzelnen Unternehmen und Initiativen widerspiegeln. Bis zum Herbst sollen bereits so viele assoziative Profile wie möglich erstellt und veröffentlicht werden. Ein Ziel ist es, die Arbeit der Charta-Gemeinschaft auf der nächsten BioFach 2020 zu präsentieren, möglicherweise im Rahmen einer Veranstaltung.

Assoziatives Logo

Weiterhin wurde in Nürnberg diskutiert, ob und in welcher Form die Nutzung eines assoziativen Logos für die Charta-Gemeinschaft interessant ist. In Luxemburg ist ein sogenanntes „fair&associative“-Logo auf Initiative der dort operierenden OIKOPOLIS-Gruppe schon in Gebrauch. Laut Charta ist die Nutzung des luxemburgischen Logos perspektivisch für alle Charta-Unterzeichner möglich, aber natürlich an die Einhaltung von noch zu bestimmenden Kriterien gebunden.

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