Programma in Italiano

NEU: Treffen Jugend und Landwirtschaft

Was bringen wir jungen Menschen selber mit, das wir uns vorgenommen haben in die Welt zu bringen? Und was braucht es in der alltäglichen Arbeit, um aus diesen inneren Impulsen heraus arbeiten zu können?

Wir laden herzlich interessierte junge Landwirte und Gärtner, werdende und gewordene, besonders die auf Höfen Arbeitenden und junge Betriebsleiter ein, dazu in gemeinsamen Austausch zu kommen.

Weitere Infos...

Tagungsdokumentation 2016 "Unsere Erde - ein globaler Garten?"

Unsere Erde - ein globaler Garten?

Internationale Tagung der Sektion für Landwirtschaft

3. bis 6. Februar 2016Goetheanum, Dornach (bei Basel, CH)

Realität und Aufgabe

„Unsere Erde – ein globaler Garten“ beschreibt zum einen eine objektive Tatsache, zum anderen ist es eine große Herausforderung.

Während früher der Garten lokal ein geschützter und vom Menschen gehegter Bereich inmitten einer sonst „wilden Natur“ war, ist die Erde heute als Ganzes ein vom Menschen bearbeiteter Ort. Sie ist unser gemeinsamer Garten geworden.

Die Erde dabei im Dialog mit der Natur zu kultivieren und zu pflegen, gesunde Nahrung zu produzieren und Schönheit zu schaffen, das ist die immer mehr zu ergreifende Herausforderung. Anders gesagt: „Unsere Erde – ein globaler Garten“ bedeutet, den Lebensleib des Organismus Erde zu pflegen.

Heute wird die Erde oft zur Ressource oder schlimmer zu einer Müllhalde degradiert. Die dramatischen Auswirkungen auf die äußere Natur und das Innere des Menschen zeigen sich jeden Tag stärker. Dass in vielen Ländern der Welt etwa ein Sechstel der Menschheit nicht mehr ausreichend mit Nahrung versorgt wird, ist eine der besorgnis-erregenden Folgen davon.

Brennende Fragen

Wie können Landwirte, Gärtner, Förster, Landschaftsgestalter oder Kleingärtner die „gärtnerische“ Arbeit an der Erde so verwandeln und intensivieren, dass sie für alle Menschen sowohl physische, seelische als auch geistige Nahrung geben kann?

Wie können sich die landwirtschaftlichen Betriebe und Gärten für die Integration von Mitmenschen öffnen, die therapeutische Unterstützung benötigen oder schlichtweg eine sinnvolle Tätigkeit suchen?

Welche Impulse kann gerade auch die Biodynamik für die Garten- und Landschaftsge-staltung geben?

Können unsere Städte zu Gärten umgestaltet werden?

Was lernen wir von der produktiven gärtnerischen Tätigkeit der Kleinbauern aus den südlichen Ländern? Können wir sie unsererseits unterstützen?

Die Tagung soll durch vielfältige Begegnungen anregen, dass unsere Erde ein Garten der Zukunft werden kann.

Beiträge von Marie-Monique Robin, Herbert Dreiseitl, Christine Gruwez, Enrico Amico, Marianne Schubert, Benno Otter, Linda Jolly, Antonio Lattuca u.v.a.m.

How can cites become more blue and green? Beitrag von Herbert Dreiseitl

Vortrag von Benno Otter "Essen Sie die Träume unserer Erde"

  • Beitraege 216 8-9.pdfBericht über den Vortrag von Benno Otter an der Landwirtschaftlichen Tagung 2016 erschienen in der Zeitschrift des Schweizer biodynamischen Vereins "Beiträge/Contribuitions".

Tagungsbericht

Die Erde in einen Garten verwandeln

Ralph Machunze


Auf der diesjährigen Landwirtschaftlichen Tagung und internationalen Jahreskonferenz der biodynamischen Bewegung, die vom 3. bis zum 6. Februar 2016 am Goetheanum stattfand, arbeiteten über 550 Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen (32 Nationen) an dem Thema, wie die Erde in einen globalen Garten verwandelt werden kann. Landwirte und Gärtner der biodynamischen Bewegung sind schon an der Arbeit, und an der Tagung konnte man ein Bild erhalten von ihrer vielfältigen Tätigkeit und weltweiten Verwandlungsarbeit.


Für die Gestaltung eines Ortes, als einen Garten im Sinne eines lebendigen Organismus, ist es nötig, sich dem Genius Loci anzunähern. Es wird ermöglicht durch die Arbeit mit den örtlichen Gegebenheiten und der Herstellung von Zusammenhängen. Beispielhaft wurde dies an Projekten wie einem Berghof in Norwegen, einem Park in der Millionenstadt Singapur oder einer Oase in der Wüste Tunesiens dargestellt.


Der Ursprung der heutigen Landwirtschaft und des Gartenbaus liegt in der altpersischen Zeit. Das Urbild der gärtnerischen- und landwirtschaftlichen Arbeit, das in der damaligen Zeit immer eine kultische Bedeutung hatte, verlor bis heute seine Aktualität nicht, was sich auch in einem aus dieser Zeit überlieferten Spruch zeigt, der das Tagungsthema in Kürze wiedergeben kann:

„Trage die Sonne auf die Erde

Du Mensch, bist zwischen Licht und Finsternis gestellt.

Sei ein Ka?mpfer des Lichts, Liebe die Erde,

In einen leuchtenden Edelstein.

Verwandle die Pflanzen! Verwandle die Tiere! Verwandle Dich selbst!“


Heute ist für eine solche Arbeit eine bewusste Erkenntnis der Natur und auch eine innere Haltung notwendig, die eine Pflege des inneren Gartens voraussetzt, so dass Verantwortungsgefühle für die Erde gedeihen können. Es kommt den Bedürfnissen und Sehnsüchten der heutigen Kinder und Erwachsenen entgegen, dass sie eine Tätigkeit erleben, die auch „erden“ kann.


Der weltweite Zusammenhang der biodynamischen Gartenkultur und Agri-Kultur wurde auf der Tagung sichtbar und hat die Weiterentwicklungen der Bewegung aufgezeigt.

Die nächste Tagung, von 1.-4. Februar 2017, findet statt zum Thema Bodenfruchtbarkeit schaffen – von der Naturgrundlage zur Kulturaufgabe“.

 

Zu den Berichten der Workshops und Erlebnissskizzen...hier clicken

Flyer der Landwirtschaftlichen Tagung 2016

  • Flyer.pdfFlyer und Programm der Landwirtschaftlichen Tagung 2016 zum download.