Petition: Der Garten als UN Menschenrecht

Das Pflegen des Saatgutes, das Anpflanzen, Aufziehen und Ernten der eigenen Nahrung hat eine uralte Tradition und vielfältige kulturelle Ausprägung.
Nach Jahrzehnten der immer stärker werdenden Industrialisierung auch im Ackerbau und Pflanzwesen samt all seinen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen erlangt der Gartenbau derzeit eine neue Bedeutung.
Diese geht weit über die reine Ernährungsfrage hinaus, wobei die Selbstversorgung schon einmal einen überaus großen Wert darstellt. Daneben sind Gärten wichtige Faktoren in der Volkswirtschaft, der Gesundheit, der gesellschaftlichen Integration. Sie ermöglichen einen nachhaltigen Umgang mit dem Boden, den Ressourcen, dem Samengut.

Trotz alledem sind Gärten derzeit noch nicht ein Recht aller Menschen. Ein Großteil der Menschen auf der Erde hat keinen Grundbesitz und/oder lebt in Städten, in denen ihre Wohnstätten keine Möglichkeit zum Gärtnern bieten.
Gäbe es ein Grundrecht aller Menschen auf einen Garten, müssten die Kommunen, die Länder, die Staaten und überstaatlichen Verbünde dafür sorgen, dass dieses, in welcher Form auch immer, gewährleistet wird.
Dies hätte eine weitreichende Verantwortungsübernahme der Menschen für die Natur und deren schützenswerte Reichtümer zur Folge und auch eine gerechtere Verteilung derselben. Damit entspricht das Recht auf einen Garten ganz dem Geiste der UN-Menschenrechte.
Wir fordern daher die Vereinten Nationen auf, dieses Grundrecht im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte zu verankern.

 

Mehr Infor & weiter zur Petition: gardenhumanright.org/index_de.php

Sacrée Croissance - Film von Marie Monique Robin

Der Film "Sacrée Croissance" von Marie Monique Robin wird am Donnerstag 4. Februar um 14:00 im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung von ihr präsentiert.

Ueli Hurter beleuchtet das Thema der Tagung mit der Frage, was der Landwirt von der gärtnerischen Haltung für die eigene tägliche Arbeit am Hof lernen kann.

Urban Agriculture Basel – Partner der Tagung

Pilze im Keller und Bienen auf dem Dach – die Urban Agriculture Bewegung basiert auf der Idee, dass Stadtmenschen mehr können, als unkritisch zu konsumieren, was der Grossverteiler ins Regal legt: Wir können städtische Nischen finden, selber Lebensmittel produzieren und dabei lernen, was für eine Art von Landwirtschaft wir wollen. Wir können uns gemeinsam organisieren und uns aktiv darum kümmern, dass uns unsere Lebensmittel gut tun und aus nachhaltigen Kreisläufen stammen.
Das Urban Agriculture Netz Basel vernetzt über 40 Urban Agriculture Projekte in Basel und Umgebung. Ziel ist es, Wissen und Knowhow zu teilen, Synergien zu nutzen, Energie zu bündeln und Anliegen mit einer starken Stimme nach aussen zu kommunizieren. Der Vorstand  bearbeitet Anfragen von der Presse und von Menschen die sich engagieren wollen, pflegt den Kontakt zu der Stadtgärtnerei und zu den städtischen Behörden.
Zu den über 40 UANB-Projekten gehören zum Beispiel die Schlemmergärten, ein Projekt der Kontaktstelle für Arbeitslose, wo Menschen nicht nur Gemüse kultivieren, sondern sich auch gegenseitig in schwierigen Lebenssituationen unterstützen. Oder der Gemeinschaftsgarten Landhof, wo mitten in der Stadt auf 200 Quadratmetern gemeinsam gegärtnert wird. Oder die Lebensmittelgemeinschaft Basel, eine Foodcoop, die für ihre Mitglieder regionale Lebensmittel einkauft. Oder das Biobistro, das einzige mit Knospe zertifizierte Restaurant in der Stadt.
Im Biobistro finden übrigens auch die monatlichen Vorstandstreffen statt. Der UANB-Vorstand ist eine engagierte und bunt gemischte Gruppe, der unter anderem leidenschaftliche GärtnerInnen, kompetente BiologInnen, zwei emeritierte Professoren, ein auf IT-spezialisierter Geisteswissenschaftler, eine Künstlerin und Projekt-Spezialistin, eine Lehrerin und dreifache Mama, eine Texterin, ein passionierter Autodidakt in Ausbildung und eine Expertin für interkulturelle Kommunikation angehören.

Manuela Zeller

Urban Agriculture Basel ist Partner der Tagung "Unsere Erde – ein globaler Garten".

UAB auf youtube

UAB in der Lebendigen Erde

 

 

 

Urbanes Grün – Gärten der Liebe

Interview von Jean-Michel Florin mit Herbert Dreiseitl

Herbert Dreiseitl (geboren 1955) ist Gründer des international renommierten „Atelier Dreiseitl“ und mit seinem „Liveable Cities Lab“ der Dänischen Rambøll Gruppe weltweit engagiert. Bekannt sind seine garten- und landschaftsarchitektonischen Gestaltungen etwa am Potsdamer Platz in Berlin, in der Solarcity in Linz und neuerdings auch seine Großprojekte in Singapur. Er ging in Ulm auf die Waldorfschule, ließ sich in England von den Flow-Forms von John Wilkes inspirieren. Seine „liveable cities“-Philosophie baut unter anderem auf der Sinnesschulung eines Hugo Kückelhaus, auf dem Kunstbegriff von Josef Beuys, auf der Naturanschauung von Johann Wolfgang von Goethe und auf Rudolf Steiners Anthroposophie auf. Im Jahr 2016 wird er auf der Landwirtschaftlichen Tagung zum Thema „Die Erde – ein globaler Garten“ einen Skype-basierten Video-Vortrag halten. Der Co-Leiter der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum, Jean-Michel Florin, besuchte Herbert Dreiseitl in seiner Überlinger Niederlassung am Bodensee.

 

 

 

Die Filmemacherin Marie Monique Robin – bekannt vor allem auch durch ihren Film "Monsanto, mit Gift und Genen" – wird Referentin auf der Landwirtschaftlichen Tagung 2016 sein. In ihren Beitrag wird sie auch bislang nicht publizierte Filmszenen einflechten.

 

 

Sebastian Jüngel befragte Marianne Schubert, Jean-Michel Florin und Jörg Mensens zu den Motiven und Hintergründen der Landwirtschaftlichen Tagung 2016 "Die Erde – ein globaler Garten?". Das Interview wird in Anthroposophie Weltweit Nr. 11/2015 erscheinen. Hier schon als Download.

Giovanni Giacometti: Engadiner Landschaft

Globalität – durch meinen persönlichen Erdenort im Wissen um einen Bau an einer gemeinschaftlichen übersinnlichen Erde

Von Hans-Christian Zehnter

Das Motto „Unsere Erde – ein globaler Garten?“ ist eine geniale Inspiration. Ich erlebe sie damit auch als eine Aufforderung, sie in ihrem Kern verstehen und erfassen zu lernen. ­– Können wir uns daher damit zufrieden geben, dieses Motto primär im Felde einer global anzulegenden, ökologischen Rettungsaktion zu betrachten (zu empfinden, zu denken)? Verpflichtet ein derartiger „inspirativer Fang“ eines solchen „Leitsatzes“ nicht dazu, ihn in Bezug auf seine Tiefe auszuloten; oder wenn nicht auszuloten (weil vielleicht schon geschehen), so doch zumindest ihn zu enthüllen, ihn ans Tageslicht zu bringen, ihn also mithin zu erklären? ...

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