template

AktuellesVeranstaltungenUeber uns und von unsPortfolioProjektePublikationenLiteraturKontaktLebens-LandwirtschaftLinksFreundeskreisGoetheanumForschungsinstitut am GoetheanumAktion ELIANTanthromediaUnterstützung der Sektion

Gedankenperlen (Zitate)



Auf dieser Seite befinden sich Zitate und Gedanken die einer freien und sich lebendig entwickelnden Landwirtschaft flankierend zur Seite stehen können. Kennzeichnend ist hierbei ein bestimmter Überraschungseffekt, da die Gedanken entweder jenseits des Mainstreams liegen, oder durch deren Herkunft eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. So ist es überaus interessant, dass bis zum heutigen Tage gewisse Wissenschaftler tradiert werden, jedoch ihre späteren Einsichten nicht zur Kenntnis genommen werden.

Wenn Sie Anregungen und Ergänzungen zu dieser Seite haben, lassen Sie es uns bitte wissen!

 

Das Einzige, was sich lohnt aufzurichten, ist die menschliche Seele. Ich meine jetzt `Seele`im umfassenden Sinn. Ich meine jetzt nicht nur das Gefühlmäßige, sondern auch die Erkenntniskräfte, die Fähigkeit des Denkens, der Intuition, der Inspiration, das Ichbewusstsein, die Willenskraft. Das sind ja alles Dinge, die sehr, sehr stark geschädigt sind in unserer Zeit. Die müssen gerettet werden. Es hat keinen Sinn, ohne diese Gedanken bessere Kartoffeln anzubauen.

Joseph Beuys (1921-1986)

 

Indem wir die Selbsthilfe, die Bestätigung der eigenen Kraft, die Verantwortlichkeit für das eigene Geschick als Wirtschaftsprinzip proklamieren, stehen wir mitten in der Gesamtheit für die grossen Aufgaben unserer Zeit.

F.W.Raiffeisen

 

Schuld und Entschuldigung - Interview mit Wolgang Thierse
"[...]Einfach nur zu sagen, dass man nichts zur Verbesserung der Weltverhältnisse beitragen kann, ist zu einfach. Jeder kann etwas genauer hinschauen, welche Lebensmittel er einkauft und unter welchen Bedingungen diese hergestellt worden sind. Besonders dann, wenn man nicht zu den Ärmsten gehört, muss man nicht immer das Billigste kaufen.[...]"

Schuld und Entschuldigung
Interview mit dem Politiker Wolfgang Thierse über Moral in der Politik
in: Das Goetheanum 49/2004
in voller Länge in: Flensburger Heft Nr. 86 (2004): "Schuld...immer nur die anderen?"

 

"Als Physiker, als Mann, der für sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft der Erforschung der Materie dient, bin ich sicher von dem Verdacht frei, fr einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erfahrungen des Atom folgdendes:
Es gibt keine Materie an sich, alles Materie entsteht dur durch ein Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zu dem winzigen Sonnensystem des Atoms zusammenhält. De es im ganzen Weltall weder intelligente noch ewige Abstrakte gibt - es ist der Menschheit nie gelungen, das heiss ersehnte Perpetuum mobile zu finden - so müssen wir hinter dieser Kraft bewussten, intelligenten Geist annehmen.
Dieser Geist ist der Urgrund der Materie, nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, denn diese Materie bestünde, wie wir es gesehen haben, ohne diesen Geist überhaupt nicht, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. - Da es aber Geist an sich nicht geben kann, und jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geist-Wesen annehmen. Da ber auch Geist-Wesen nicht aus sich selbst sein können, sondern geschaffen sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu nennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott."

Max Planck
in: Die Physik im Kampf um die Weltanschauung
Vortrag vom 6. märz 1935 im Harnack-Haus, Berlin-Dahlem

 

Beauty is the normal state
Ralph Waldo Emerson
in: The Conduct of Life

 

"Unsere Möglichkeiten sind unbegrenzt.
Die Zukunft ist offen.
Wir gestalten sie mit dem, was wir tun,
und mit dem, was wir nicht tun".

Johannes Rau


Wachstum schafft noch keine Arbeit
Warum die CDU für ihren Parteitag im Dezember das falsche Motto gewählt hat
[...]Die wirkliche politische Zukunftsaufgabe lautet: Wir müssen die Notwendigkeit des Übergangs vom expansiven Wachstum der Aufbauzeit zum dynamischen Gleichgewicht eines dauerhaften Bestandswachstums erkennen. Das Ziel muss ein freies Gemeinwesen sein, dessen Wirtschaft nicht auf ständige Expansion ausgerichtet ist, sondern in dem vielmehr ein ständiger Austausch von Altem und Neuem stattfindet.
Verlangt wird von uns ein Paradigmenwechsel, welcher vergleichbar ist mit der kopernikanischen Wende oder einer weltlichen Reformation. Diese Aufgabe ist allen gestellt, vor allem jedoch den frühindustriellen Staaten, also der westlichen Welt. Diese trägt damit zugleich die gewichtigste Verantwortung für ihre Bewältigung. Dabei kann sie sich auf die Kräfte stützen, deren Wachstum weder zeitlichen noch räumlichen Grenzen unterliegt - auf die geistigen, politischen, kulturellen, wissenschaftlichen und religiösen Kräfte der Menschen, kurz: auf ihre Erkenntnisfähigkeit. Deren Wachstum ist unbegrenzt. Für sie gilt der Kernsatz des Leitantrages des Bundesvorstandes der CDU: Ohne Wachstum ist alles nichts. Aber nur für sie!

Kurt Biedenkopf
in: DIE ZEIT Nr. 49, vom 25. November 2004

 

Wir benötigen eine Technologie-Wachheit.
"Wach" ist das Wort, mit dem Buddha seinen Geisteszustand beschrieb. Es heisst zu erkennen, dass Technologie ein nicht wegzudenkender Bestandteil der kulturellen Evolution ist, ein elementarer Instinkt der Menschheit. Doch es heisst auch zu erkennen, dass Alltag, Liebe, Kunst, Natur, gleichberechtigte Partner in der technologischen Evolution sind, denn sie geben der Seele Nahrung. Es heisst, das Leben zu schätzen und den Tod zu akzeptieren. Es heisst zu wissen, wann wir Technologie in unserem Leben in die Schranken verweisen müssen.

in: High Tech-High Touch - auf der Suche nach Balance zwischen Technologie und Mensch
John Naisbitt (Altmeister der Trendforschung)

 

Die Altäre der Lüge müssen zertrümmert werden
Ich habe lange Zeit gedacht, daß es in der Landwirtschaft genüge, die Wahrheit zu lehren um sie zu verbreiten, wie es in der Wissenschaft üblich ist, und sich um den Irrtum nicht weiter zu kümmern. Ich habe aber zuletzt eingesehen, daß dies ein falscher Weg gewesen ist, und die Altäre der Lüge zertrümmert werden müssen, wenn der Wahrheit ein fester Boden geschaffen werden soll. Es wird mir zuletzt jedermann das Recht zugestehen, meine Lehre von dem Schmutze zu reinigen, mit dem man sie so viele Jahre hindurch unkenntlich zu machen versucht hat.

Wahre Landwirtschaft ist durchgeistigt und beseelt
Leider erkennt man fast nirgendwo die wahre Schönheit der Landwirtschaft, das sie einen geistigen Inhalt und gleichsam eine Seele hat. Eben dadurch, nicht bloß wegen ihrer Nützllichkeit, steht sie über allen Gewerben, und ihr Betrieb gewährt dem, welcher die Sprache der Natur versteht, nicht nur Vorteile, die er erstrebt, sondern auch Genüsse, so wie sie nur die Wissenschaft gewähren kann.

Die Banden des Irrtums
Die Ansicht, dass die Pflanzen ihre Nahrung aus einer Lösung entnehmen,[...], war aller Ansicht. Sie war mir ins Fleisch gewachsen. Diese Ansicht war falsch und die Quelle meines törichten Verhaltens gewesen.[...] Aber der menschliche Geist ist ein kurioses Ding: Was in den einmal gegebenen Kreis der Gedanken nicht passt, existiert für ihn nicht.

Justus von Liebig
in: Es ist ja dies die Spitze meines Lebens

 

Darwin noted that he was using the term "struggle for existence" in a "large and metaphorical sense":
A plant on the edge of the desert is said to struggle for lief against the drought, though more properly it should be said to be dependent on the moisture.

Charles Darwin
in: Origin of Species

 

In Deutschland ist umweltfreundliche Produktion kein gutes Verkaufsargument - dort funktioniert nur, was billig ist. Deswegen ist die Qualität der Lebensmittel in deutschen Supermärkten vergleichsweise schlecht. In Deutschland Essen einzukaufen ist einfach nur langweilig.

Antony Burgmans, Geschäftsführer von Unilever, einer der grössten Lebensmittelkonzerne der Welt
in: DIE ZEIT vom 24. Juni'04

 

Önologe, nicht Anthroposoph
[...]Die Reben wuchsen zu stark, also sollte das Wachstum reduziert werden. "Die industrielle Landwirtschaft und traditionelle Biolandwirtschaft boten keine Lösung, es blieb nur der biologisch-dynamische Landbau nach Rudolf Steiner." Nicht dass es ihm peinlich wäre, aber Cruchon legt Wert darauf, als Önologe zu gelten und nicht als Anthroposoph."Wer Biodynamik kritisiert, hat keine Ahnung" sagt Cruchon, "die Theorie ist einfach logisch."[...]

Raoul Cruchon; mit seinem Bruder gilt er als einer der schweizer Sortenkönige
in: Tagesanzeiger (CH) vom 05. Juni'04


Hineinarbeiten ins Leben
Dasjenige, was wir heute brauchen, ist ein unmittelbares Hineinarbeiten ins Leben, ein Sehen dessen, was in den Menschen ist und sein kann. Und diesen Unterschied der anthroposophischen Bewegung gegenüber anderen Bewegungen, den müsste man sich bestreben, der Welt klar zu machen: ihr Umfassendes, ihr Unvoreingenommenes, ihr Vorurteilloses, ihr Dogmenfreies: daß sie bloss eine Versuchsmethode des allgemein Menschlichen und der allgemeinen Welterscheinungen sein will.

Rudolf Steiner - Vortrag vom 19.08.1923
in: GA 259, p. 174

 

Ich behaupte, der Missbrauch von Freiraum geschieht nur dort, wo zu viel reguliert und kontrolliert wird.

Dietmar Hopp, Gründer des Softwaregiganten SAP
in: mobil 06/2004

 

Wann immer zwei schwingende Systeme miteinander in Resonanz treten, kommt es zu einer Annäherung. Unter bestimmten Bedingungen kann diese sich durch Resonanz immer weiter aufschaukelnde Annäherung einen Punkt erreichen, wo mit einem Schlag die Grenzen zwischen diesen Systemen zusammenbrechen. Fortan schwingen sie in Einklang. Das so entstandene Ganze ist mehr als die Summer seiner Teile. Es hat neue, eigene Eigenschaften, und es schwingt nun selbst in einem neuen, eigenen Rhytmus. Resonanz ist das Ganzheit vermittelnde Prinzip unserer Welt. "Auf diese Weise", so der Molekularbiologe Friedrich Cramer, "lässt sich der Kosmos als ein lebendiges Zusammenspiel seiner schwingenden Teile beschreiben, als Weltresonanz" (Cramer 1996).
Wenn wir die Tendenz, in Resonanz zu treten, als ein universelles Prinzip anerkennen, dann ist die Liebe Ausdruck und Ziel dieses Prinzips.

Wer anders denkt, sieht anders, und wer bisher nicht Geschautes plötzlich zu sehen imstande ist, fängt an, anders zu denken. Falls es der Wissenschaft vom Leben irgandwann gelingt, ihre bisherige analytische, zusammenfügende Denkweise zu ersetzen, könnte aus der alten Biologie der Angst eine künftige Biologie der Liebe werden.

Gerald Hüther
in: Die Evolution der Liebe