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Europaweit erste Professur für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise

Im Rahmen der 8. Wissenschaftstagung zum Ökologischen Landbau Anfang März 2005 an der Uni Kassel-Witzenhausen nahm der niederländische Forscher Dr. Ton Baars die Berufung auf den Stiftungslehrstuhl für Biologisch-Dynamische Landwirtschaft in Witzenhausen an. Baars hat umfangreiche Erfahrung in der biodynamischen Praxis und Lehre u.a. am Warmonderhof und leitete seit 1994 den Bereich Tierproduktion am Louis Bolk-Instituut, Driebergen. Der auf zunächst sechs Jahre befristete Lehrstuhl nimmt bereits im Sommersemester die Arbeit auf.

 

Die europaweit erste Professur für die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise ist mit der Unterschrift unter den Stiftungsvertrag am 25. August 2003 in Kassel auf den Weg gebracht worden. Die Stiftungsprofessur wird an der Universität Kassel im Fachbereich für Ökologische Agrarwissenschaften in Kassel-Witzenhausen eingerichtet.

Stifter sind die Rogau-Stiftung mit dem Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, die Software AG-Stiftung, die Alnatura GmbH und die Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Diese Stiftungen finanzieren eine C3-Professur bis zur eine Höhe von 1.1 Mio Euro für einen Zeitraum von maximal sechs Jahren. Aufgabe der Stiftungsprofessur wird es sein, die Lehre und Forschung im Bereich der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft abzudecken. Zu den wissenschaftlichen Fragestellungen gehöre es, geeignete Grundlagen und Methoden zur Qualität biologisch-dynamischer Lebensmittel, Pflanzenernährung und -züchtung, zur Tierhaltung und -züchtung sowie zur Betriebsorganisation weiter zu entwickeln.

 

Auszug aus Länderberichte 15 in AGRA-EUROPE 35/03 vom 1. September 2003:

"...Die Stiftungsprofessur werde unterstützt, weil die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise eine Pionierrolle im ökologischen Landbau spiele, betonte Cornelia Röckl von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Der Studiengang Ökologische Agrarwissenschaften an der Universität Kassel werde durch die Inhalte und insbesondere die methodischen Grundlagen des biologisch-dynamischen Landbaus hervorragend ergänzt, sagte Frau Röckl zur Begründung des Engagements der Stiftungen. Sie wies darauf hin, dass nur durch die Kooperation mehrer Stiftungen und Unternehmen die Finanzierung möglich geworden sei. Gleichzeitig unterstrich Frau Röckl auch die weltweite Bedeutung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Diese werde derzeit in 35 Ländern auf mehr als 3.000 Höfen mit über 100.000 ha Land praktiziert..."