Bilderreihe Koberwitz

- Weg zum Schloss

- Eingang Schloss

- Gartenanlage 1

- Gartenanlage 2

- Tor in den Gemüsegarten

- Rudolf Steiner Bank

- Kuhstall

- Schweinestall

- Molkerei

- Fasanenhaus

- Schlosspark

- Badehaus

- Badeteich

- "Die sieben Birken"
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Landwirtschaftlicher Kurs 1924
Zur Lage der Landwirtschaft um das Jahr 1924
Wege zum Landwirtschaftlichen Kurs Rudolf Steiners Ausschlaggebend aber für den Beginn einer Wirtschaftsweise auf anthroposophischer Grundlage war Carl Graf von Keyserlingk (1869-1928). Er war verantwortlich für die 7 500 ha umfassenden 18 Güter, die zu der Zuckerfabrik "Vom Rath, Schoeller und Skene" südlich von Breslau gehörten. Im Jahre 1920 zog der Graf mit seiner Familie in das schlossartige Haus des Guts Koberwitz. Daneben waren seit Beginn der 20er-Jahre Breslau und Koberwitz die Orte, an denen sich die Lebenswege einer ganzen Anzahl meist jüngerer Persönlichkeiten kreuzten. Sie waren für das Zustandekommen des Landwirtschaftlichen Kurses Rudolf Steiners beteiligt und ließen ihr Lebensarbeit konsequent durch diese Anregungen bestimmen. Am 22. Mai 1922 versandten Immanuel Voegele (1897-1959) und Erhard Bartsch (1895-1960) einen Aufruf an interessierte Landwirte und in einem Schreiben das sie an Rudolf Steiner schickten, heißt es: "Der anthroposophischen Bewegung angehörige Landwirte haben aus der Erkenntnis der Lebensnotwendigkeit ihres Berufs und dessen, was Anthroposophie für deren Erfüllung bedeutet, den lebhaften Wunsch, zeitgemäß in geisteswissenschaftlichem Sinne auf ihrem Gebiet zu arbeiten. Der erste Schritt zur Verwirklichung dieses Zieles wäre wohl getan, wenn Sie, hoch verehrter Herr Dr. Steiner, in einem Kurs oder einer Reihe von Vorträgen die für die Behandlung landwirtschaftlicher Fragen erforderlichen allgemeinen geisteswissenschaftlichen Grundlagen und spezielle Hinweise geben würden." Der Kurs wurde anschliessend von einem Kreis von Menschen vorbereitet. Graf Keyserlingk fasste die Bestrebungen menschlich und sachlich zusammen und legte sie Rudolf Steiner vor. Ein zweiter Weg der zum Landwirtschaftlichen Kurs hinführte wurde vom Goetheanum aus durch Ehrenfried Pfeiffer (1899-1961) und Günther Wachsmuth (1893-1963) beschritten. In den Jahren 1922/23 traten verschiedene Landwirte an Steiner heran und fragten um Rat, da sie die zunehmende Degeneration des Saatguts und mancher Kulturpflanzen beobachteten. In diesem Zusammenhang war damals das Interesse Pfeiffers und Wachsmuths vor allem auf die ätherischen Bildekräfte gerichtet.
Was ist neu am Landwirtschaftlichen Kurs? - die Bedingungen, unter denen die Erzeugnisse der Landwirtschaft entstehen Selbst wenn der Begriff der ökologischen, organischen und biologischen Landwirtschaft nicht fest umrissen ist, so bezeichnet er doch eine eindeutige Arbeitsrichtung. Demgegenüber kommen bei der biologisch-dynamischen Landwirtschaft die erkenntnismäßige Durchdringung der "Bedingungen der Erzeugung" sowie spezifische Maßnahmen und Anwendungen hinzu. In beeindruckend geschlossener Komposition des Textes wird in den ersten drei Vorträgen die Landwirtschaft in ihrem irdisch-kosmischen Kräftezusammenhang dargestellt. Dieses für das Ganze zentrale Grundmotiv zieht sich durch den Vortragszyklus hindurch. Es stellt eine völlige Kehrtwendung gegenüber der mechanistisch-materialistischen Kausalanalyse des stofflichen Geschehens in der Landwirtschaft dar. Auf diesem Vorgehen beruhen zwar die ins Auge fallenden agrotechnischen Erfolge der modernen Landwirtschaft. Zugleich ist es aber auch eine der Kardinalursachen für den bedenklichen biologischen Zustand der Erde.
Quellen: Bodo von Plato (Hg.) Prof. Dr. Herbert H. Koepf Prof. Dr. Herbert H. Koepf
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