Navigationshilfe: Sektion für Landwirtschaft > Projekte > Projekt V
Projekt VEntwicklung eines neuen Hygienekonzeptes Das heutige Hygieneverständnis ist von einer pathogenetischen Sichtweise geprägt (Mikroben müssen bekämpft und wenn möglich eliminiert werden). Diese Sichtweise führt zu Gesetzen und Auflagen die im Ergebnis den Strukturwandel in Landwirtschaft und Verarbeitung verstärken; gerade aber in den grossen Strukturen treten die hygienischen Probleme am gravierensten auf. Insofern ist die heutige Praxis paradox. Bei genauerem Hinsehen kann man bemerken, dass sich die mikrobiologischen Welten z.B. beim Menschen sehr individuell und stets im Gleichgewicht verschiedener Mikrobenarten befinden. Schädliche Mikroben können nicht ganz ausgerottet, aber sie können in Schach gehalten werden. Nicht Abkapselung und Isolation und Sterilität sind das Mittel der Wahl, sondern semi-offene Systeme mit einem stabilen Gleichgewicht. Bei Landwirtschaft kann man von einer unbedingten Betriebsidentität sprechen. Um diese zu festigen sind weniger (wie üblich) Risikofaktoren, sondern mehr 'Protektivfaktoren' zu stärken. Dazu gehören in der landwirtschaftlichen Verarbeitung die Verwendung von Rohstoffen vom eigenen Betrieb oder aus der Region in hochwertiger Qualität und die Beschäftigung von mit der Sache verbundenem und engagiertem Personal. Dann, so zeigt sich die Praxis, stimmt auch die Hygiene. Diese konzeptionellen Überlegungen sollen noch veröffentlicht werden. (Stand September 2009)
Spenden zur Unterstützung der Projektaktivitäten sind herzlich Willkommen! Sonstige Spenden: Hinweise -> Vermerk „Spende Projekt V“
KontaktSektion für Landwirtschaft am Goetheanum |