Artikel: Mythos “Bio” von Michael Miersch In: Die Weltwoche, vom 20. September 2007, pp. 36-40
Kommentar von Nikolai Fuchs, Leiter der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum, CH-4143 Dornach
Wieder Kritik am Bio-Landbau Wieder einmal gibt es Kritik am Bio-Landbau. Diesmal von dem für Glossen bekannten Michael Miersch, aber in quasi sachlichem Ton gehalten. Das macht den Artikel etwas gefährlicher, als seine vorherigen Angriffe. Tenor des Artikels ist: Der Bio-Landbau ist gar nicht besser, Bio-Produkte sind lediglich teurer (und bezichtigt damit unausgesprochen die Bio-Branche der Geschäftemacherei und erklärt alle Bio-Konsumenten für dumm). Michael Miersch zitiert in dem Artikel einige Studien und so genannte „namhafte Wissenschaftler“, die sich zum Teil erst nach Recherche als Nicht-Fachleute herausstellen...
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Kommentare zum Artikel von Urs Niggli, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), CH-5070 Frick
Einleitung Der Journalist Michael Miersch stellt in seiner Analyse der biologischen Landwirtschaft wichtige Fragen an diese Landwirtschaftsmethode wie zum Beispiel nach der Sicherheit und nach der ernährungsphysiologischen Qualität der Produkte, nach deren Umweltbilanz und – sehr wichtig - nach deren Produktivität. Damit sind wir mitten drin in der Nachhaltigkeitsdiskussion, eine kritische Auseinandersetzung, der sich heute Wissenschafter, Fachleute und Politiker intensiv stellen. Die ökologische Landwirtschaft hat sich als erste mit diesen Fragen der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Das daraus entwickelte Konzept kann sich auch heute noch kritischen Fragen stellen. Oder gibt es Alternativen zur Alternative? In Michael Miersch’s Artikel findet man diese jedenfalls nicht.
Zu den von Michael Miersch aufgeworfenen Fragen möchte ich die neueste Literatur zitieren, welche ausschliesslich aus wissenschaftlich angesehenen Zeitschriften mit Peer Review stammt.
Nebenbei: Der Artikel von Michael Miersch ist keine Originalarbeit. Er ähnelt stark dem Artikel von Elisabeth Finkel im australischen Cosmos Magazine vom August 2007 unter dem Titel „Organic Food Exposed“ und dem Artikel im britischen The Economist im Dezember 2006 unter dem Titel „Voting with your trolley. Can you really change the world just by buying certain foods?“.
Der vollständige Kommentar von Urs Niggli kann unten heruntergeladen werden: |