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Stellungnahme zu den Angriffen auf die Stiftungsprofessur Biologisch-Dynamische Landwirtschaft
Die Stiftungsprofessur Biologische-Dynamische Landwirtschaft an der Uni Kassel/Witzenhausen ist in den vergangenen drei Monaten wiederholt von publizistischer Seite angegriffen worden.

Wer hat die Artikel verfasst, und welchem Hintergrund sind die Artikel geschrieben worden?
Am 04.09.2006 erschien im Magazin NeueNachrichten.de und daraufhin in FinanzNachrichten.de ein Artikel von Thomas Deichmann "Astralische Kräfte im Rindermist: Kasseler Agrarforscher auf den Spuren von Rudolf Steiner". Thomas Deichmann bezeichnet sich selbst als Wissenschaftsjournalist und ist Redakteur von NOVO (www.novo-magazin.de), einem Journal das in Sachen Biotechnologie publiziert. Viele der in Novo online gestellten Publikationen beschäftigen sich kritisch mit den Kritikern der Gentechnik. Dabei wird häufig nicht wissenschaftlich, sondern in polemischem Stil geschrieben. Angetreten ist Novo (siehe Rubrik "Dafür steht NOVO" auf der website) mit dem Anspruch der Unvoreingenommenheit. Die Artikel selbst weisen aber darauf hin, dass dieses Ideal im wesentlichen für biotechnologische Forschung und Errungenschaften gilt. Aus dem Artikel ableitbar geht es um Beeinflussung der Entscheidung des Wissenschaftsrates, welcher der beiden hessischen Forschungsstandorte Giessen oder Kassel der zukunftsträchtigere ist.

Am 20.11.2006 erschien im Spiegel ein Artikel "Erleuchtung durch die Gurke" geschrieben von Rafaela von Bredow. Natürlich muss der Spiegel nicht wissenschaftlich schreiben. Aber im Artikel geht es um die Wissenschaftsfrage - ob biologisch-dynamische Landwirtschaft an einer staatlichen Uni beforscht und gelehrt werden darf, oder nicht. Der Artikel selbst hält sich mitnichten an die wissenschaftliche Seriösität, die er einfordert.

Am 24.11.2006 erschien in der „Welt“ eine Kolumne „Biologisch-dynamisch - Postmoderne Schamanen" von Maxeiner & Miersch, die als „Lexikon der Öko-Irrtümer“-Autoren bekannt geworden sind, und unter anderem bei NOVO (s.o.) publizieren. In der Kolumne wird die Sorge sichtbar, dass die Errungenschaften der Aufklärung durch eine Professur für biologisch-dynamische Landwirtschaft grundsätzlich in Frage gestellt werden.

Am 11.12.2006 erschien im „Laborjournal“ als Titelthema "Agrarwissenschaften in Kassel - Okkultisten an der Uni" von Siegfried Bär und Winfried Köppele. Das Laborjournal-online ging im Jahr 2004 als Weiterentwicklung der WWW Plattform "Biotech-Europe" an den Start und liefert ständig neue Berichte und Kommentare zu den aktuellen Geschehnissen in den Life Sciences. Darin findet sich unter anderem "Das neueartige Firmenforum bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Inhalte an der Seite von Laborjournal im Web zu präsentieren: auf der Homepage, sowie auf den Methoden- und Produktübersicht-Seiten." Laborjournal“ wird offensichtlich hauptsächlich über Anzeigen aus dem BioTech Umfeld finanziert.

Weiteres:
Was ist den Artikeln allen gemeinsam?

Wo enthalten die Artikel Falschaussagen und Irrtümer?

Welche Motivation steht hinter den Artikeln?

Was ist an dem Hauptvorwurf, mit den Stiftungsprofessuren würde dem Okkultismus die Tür der staatlichen Hochschule geöffnet dran, und auf welchem wissenschaftlichen Selbstverständnis beruhen diese Vorwürfe?

Welche Forschung darf mit staatlichen, das heisst Steuergeldern finanziert werden?

Fazit

siehe Datei zum Herunterladen:


Ergänzend: