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Spendenaufruf der Sektion für Landwirtschaft


An die Freunde und Spender
der Sektion für Landwirtschaft
am Goetheanum

Dornach, 05. Dezember 2005

 

Sehr geehrte, liebe Freunde, Spenderinnen und Spender der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum

Gegenwart
Netzwerkarbeit und Koordination bilden heute zunehmend Arbeitsschwer-punkte an sich. Was sich zwischen Menschen abspielt bekommt einen eigenen Wert. Dabei stellt sich die Frage, wie diese Arbeit finanziert werden kann, da sie sich oftmals schwer in Projektportionen gliedern lässt.
In der Gentechnikforschung wird behauptet, dass ein Anbau-Moratorium für gentechnisch veränderte Pflanzen die Forschung behindere. Welche Forschung wird hier ins Auge gefasst? Wohl eher die anwendungsorientierte Forschung, die sich aus den Profiten ihrer Ergebnisse speist. Freie Forschung oder gar Grundlagenforschung ist heute aufgrund fehlender finanzieller Mittel immer schwieriger durchzuführen. Die Frage nach dem Nutzen, dem „wozu?“, tritt überlaut auf.

Positionierung
Die Sektion für Landwirtschaft sieht gerade in diesen Bereichen – der Netzwerkarbeit und Koordination sowie der Grundlagenforschung - ihre Kernaufgaben. Manchmal, so scheint es, ist die Sektion wie ein letzter Hort für unabhängiges Denken und Arbeiten. Bei dieser Ausrichtung „klemmt“ es aber bei den Finanzen, auch wenn, dank Ihrer Hilfe, in den vergangenen Jahren doch einiges möglich wurde.

Überblick Finanzen der Sektion
Unsere Einnahmen setzen sich in etwa wie folgt zusammen: Ein Viertel des etwa 500'000 CHF großen Haushaltes wird von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft getragen und jeweils ein Achtel durch biologisch-dynamischen Organisationen sowie durch Tagungen und Kurse. Die zweite Hälfte setzt sich aus der Förderung von Projekten und durch Spenden zusammen.
Die Spenden geben uns Handlungsspielräume um Neues anzugehen und angestrebte Projekte zur Antragstellung zu bringen bzw. die erfolgreiche Durchführung unserer Projekte zu flankieren. Aus diesen Gründen sind Spenden für uns sehr wertvolle Beiträge.

Schwerpunkte
Zwei Projekte standen in diesem Jahr besonders im Vordergrund: Das Projekt „Wissenschaft und Landwirtschaft“ von Dr. Florian Leiber, und das Projekt „Wärmeprozesse in der Landwirtschaft“ von Danica Jančáryová.
In beiden Projekten haben wir schöne Fortschritte erzielt: Im Wärme-Projekt wurde ein Versuch mit Sonnenblumen durchgeführt, in dem Sonnenblumen an zwei Standorten (Dornach und Gempen) in zwei Varianten (mit und ohne Bodenbedeckung) im Hinblick auf ihre phänomenologische Ausgestaltung und ihre Fettsäuremuster in den Kernen verglichen werden. Erste viel versprechende Ergebnisse liegen bereits vor, die Endauswertung ist im Gange.
Im Wissenschaftsprojekt konnte Dr. Florian Leiber nach einer fast einjährigen Materialsichtung die Grundlage für die weitere Forschung herausarbeiten. Eine am Lebendigen orientierte Landwirtschaft braucht eine begleitende Wissenschaft, welche in der Lage ist, das Lebendige auch zu erfassen. Hierzu gibt es in der Agrarwissenschaft eine erhebliche Begriffs- und Methodenunsicherheit, wie einige interessante Konferenzen aus dem universitären Bereich in letzter Zeit gezeigt haben. Die Frage nach dem organisierenden Prinzip des Lebendigen, ist in der ökologischen Forschung derzeit sehr aktuell, jedoch von einer gewissen Ratlosigkeit geprägt. Auf die anthroposophischen Forschungsansätze wird dabei erwartungsvoll aber auch mit einer gewissen Skepsis geblickt. Hier sind gediegene Ansätze gefragt. Wir wollen einen beherzten Versuch wagen, ohne aber im Voraus garantieren zu können, dass er reüssieren wird.

2006
Mit Fokus auf das Wissenschaftsprojekt wollen wir im nächsten Jahr unsere Arbeit fortsetzen. Das neue Jahresthema der Sektion (die Sektion und biologisch-dynamische Initiativen in aller Welt stellen sich in jedem Jahr ein Thema, das grundsätzlich und geisteswissenschaftlich behandelt wird) „Kohlenstoff und Klimawandel“ wird darüber hinaus unsere Aufmerksamkeit fordern. Vielfältige Begegnungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der biologisch-dynamischen Bewegung sind für das nächste Jahr schon ins Auge gefasst.
So wird im Februar die große Landwirtschaftliche Tagung „Identität und Offenheit“ mit vielen Vertretern aus anderen Nicht-Regierungs-Organisationen, wie Greenpeace sowie mit Renate Künast und Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin stattfinden.

Ihre Spende
wird uns Hilfe und Ansporn sein, bei all diesen Aktivitäten unser Bestes zu geben.

Im Voraus ganz herzlichen Dank!

Ihr Team der Sektion für Landwirtschaft

Danica Jančáryová
Karin Lundsgaard
Therese Jung
Dr. Florian Leiber
Stefan O. Mahlich

Nikolai Fuchs

 

Hinweise

für Spender in Deutschland
Die deutsche Landesgesellschaft ist bereit, unsere Sektionsarbeit zu unterstützen. Wenn Sie uns unterstützen wollen, überweisen Sie Ihre Spende an

Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland
GLS Gemeinschaftsbank
Konto 10 084 510 / BLZ 430 609 67
IBAN: DE 53 430 609 670000 988100
BIC: GENODEM1GLS
Vermerk: „Spendenaufruf Sektion für Landwirtschaft“ und,
soweit möglich, mit Ergänzung der Anschrift

für Spender in der Schweiz
Ihre Spende können Sie auf das Konto der

Allg. Anthroposophischen Gesellschaft
Raiffeisenbank Dornach
Konto 1006071 / PC 40-9606-4
Vermerk: „Spenden Sektion f. Landwirts.“
überweisen.

für Spender in den übrigen Ländern
Ihre Spende können Sie uns direkt per Check zukommen lassen oder auf das Konto der

Allg. Anthroposophischen Gesellschaft
Raiffeisenbank Dornach
PC 40-9606-4
Konto 1006071
Clearing-Nr. 80939
SWIFT: RAIFCH22
IBAN: CH36 8093 9000 0010 0607.1
Vermerk „Spendenaufruf Sektion für Landwirtschaft“
überweisen