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Landwirtschaftliche Tagung 2004Lebendige Erde 3/2004 Das amerikanische Farmer-Ehepaar Schneider von der Hawthorne-Valley-Farm im New York State stellte ihren vielfältigen Farm-Organismus mit den unterschiedlichen Vermarktungs- und Sozialformen vor. Die Quintessenz könnte man so zusammenfassen: „Am Anfang von nachhaltigem Wirtschaften steht die menschliche Beziehung.“ Prof. Stephan Dabbert von der Uni Hohenheim (DE) zeigte die agrarpolitische Rechtfertigung für die Förderung des ökologischen Landbaus auf. Die enge Verbindung zum Verbraucher sei dazu eine wertvolle Errungenschaft des ökologischen Landbaus, so Dabbert. Änder Schanck, Biogrossist aus Luxemburg und Nikolai Fuchs vom Goetheanum zeigten äussere Formen und innere Bedingtheiten von „Zusammenarbeiten im Wirtschaften“ auf. – Der „wahre Preis“ ermittelt sich am „Grünen Tisch“, wo Vertreter des gesamten „Wertschöpfungskreises“ (Schanck) beisammen sitzen – wie in Luxemburg praktiziert. Was Adam Smith vor über 200 Jahren als Formel herausgegeben hatte – die Volkswirtschaft profitiere am meisten, je mehr der einzelne für sich selber sorgt – das stimme, wenn überhaupt, nur für wachsende Volkswirtschaften. Heute, wo die Wirtschaft zunehmend an ihre Wachstums- und Weltgrenzen stosse, gelte diese Formel nur noch, wenn vom „höheren Ich“ des Menschen ausgegangen werde, so Fuchs. „Die Stimmung war super. Durch die grosse Offenheit der Tagung kamen viele weiterbringende Gespräche zustande“, so ein Tagungsteilnehmer. „Der Erfolg der Tagung wird davon abhängen, ob die Denkanstösse und Prozessübungen in der Praxis Früchte tragen“ – das wünsche ich mir, sagte Nikolai Fuchs als Veranstalter zum Abschluss der Tagung. Im nächsten Jahr wird die Tagung vom 2.-5. Februar zum Thema „Kosmos und Landwirtschaft“ am Goetheanum stattfinden.
Der Tagungsband ist zum Preis von 18,- €, bzw. 25 CHF. ab Mitte August bei der Sektion für Landwirtschaft, Hügelweg 59, CH – 4143 Dornach (setkion.landwirtschaft@goetheanum.ch) erhältlich.
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